Lexikon
Magnetresonanztomografie (MRT)

Magnetresonanztomografie (MRT)

Zuletzt bearbeitet am:
16. März 2026

Die Magnetresonanztomografie, kurz MRT, ist ein modernes bildgebendes Verfahren in der Tiermedizin. Mit einer MRT-Untersuchung können Tierärzte sehr detaillierte Bilder aus dem Inneren des Körpers erstellen. Dadurch lassen sich viele Erkrankungen erkennen, die bei einer normalen Untersuchung oder auch auf einem Röntgenbild nicht sichtbar sind.

Die MRT arbeitet mit starken Magnetfeldern und Radiowellen. Anders als beim Röntgen entstehen dabei keine Strahlenbelastungen. Besonders gut lassen sich mit dieser Methode Weichteile darstellen, zum Beispiel Muskeln, Nerven, Bandscheiben oder das Gehirn.

Wann wird eine MRT-Untersuchung eingesetzt?

Tierärzte empfehlen eine MRT-Untersuchung häufig dann, wenn andere Diagnoseverfahren keine eindeutigen Ergebnisse liefern oder wenn der Verdacht auf bestimmte Erkrankungen besteht.

Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel:

  • Erkrankungen der Wirbelsäule, etwa bei einem Bandscheibenvorfall
  • neurologische Probleme wie Lähmungen oder Krampfanfälle
  • Verletzungen von Bändern, Muskeln oder Sehnen
  • Tumore im Gehirn oder Rückenmark
  • Abklärung unklarer Schmerzen oder Bewegungsstörungen

Mit Hilfe des MRT können Tierärzte sehr genaue Informationen über den Zustand von Organen, Nerven und Gewebe erhalten.

Wie läuft eine MRT-Untersuchung ab?

Da das Tier während der Untersuchung absolut still liegen muss, wird ein MRT in der Regel unter Narkose durchgeführt. Das Tier wird anschließend in das MRT-Gerät geschoben, wo die Aufnahmen erstellt werden.

Die Untersuchung dauert je nach Fragestellung meist zwischen 30 und 90 Minuten. Anschließend wertet der Tierarzt oder ein spezialisierter Radiologe die Bilder aus.

Welche Kosten entstehen bei einem MRT?

Eine MRT-Untersuchung gehört zu den aufwendigeren Diagnoseverfahren in der Tiermedizin. Neben der eigentlichen Untersuchung entstehen meist weitere Kosten, zum Beispiel für:

  • Voruntersuchung durch den Tierarzt
  • Narkose und Überwachung während der Untersuchung
  • MRT-Bildgebung
  • Auswertung der Bilder durch Spezialisten
  • gegebenenfalls weitere Diagnostik oder Nachbehandlung

Je nach Tierart, Klinik und Umfang der Untersuchung können die Kosten zwischen etwa 800 und 2.000 Euro oder mehr liegen.

Übernimmt eine Tierkrankenversicherung die Kosten für ein MRT?

Viele Tierkrankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine MRT-Untersuchung, wenn diese medizinisch notwendig ist und zur Diagnose einer Erkrankung eingesetzt wird.

Je nach Tarif können etwa folgende Leistungen erstattet werden:

  • MRT-Untersuchung zur Diagnostik
  • Narkose und Überwachung während der Untersuchung
  • tierärztliche Voruntersuchung
  • Auswertung der MRT-Bilder

Bei reinen Tier-OP-Versicherungen werden MRT-Untersuchungen häufig nur übernommen, wenn sie im direkten Zusammenhang mit einer geplanten Operation stehen.

MRT bei Tieren

Das MRT ist ein wichtiges Diagnoseverfahren in der modernen Tiermedizin. Sie ermöglicht sehr detaillierte Einblicke in den Körper eines Tieres und hilft Tierärzten dabei, komplexe Erkrankungen zuverlässig zu erkennen.

Da MRT-Untersuchungen mit hohen Kosten verbunden sein können, kann eine Tierkrankenversicherung dabei helfen, die finanzielle Belastung für Tierhalter deutlich zu reduzieren.

Bereit für die Absicherung Deines Lieblings?

Sichere Deinen Hund oder Deine Katze gegen hohe Tierarztkosten ab. Ich zeige Dir, welche Tierkranken- oder OP-Versicherung wirklich zu Euch passt. 
Beratung vereinbaren
Denis Klefenz mit Hund Paul
chevron-downarrow-leftarrow-right