Die Patellaluxation ist eine häufige orthopädische Erkrankung bei Hunden. Dabei springt die Kniescheibe aus ihrer normalen Position im Kniegelenk. Das führt dazu, dass das betroffene Bein zeitweise nicht richtig belastet werden kann. Besonders häufig tritt die Patellaluxation bei kleinen Hunderassen auf, kann jedoch grundsätzlich bei jedem Hund vorkommen.
Typische Symptome sind plötzliches Hinken, ein kurzzeitiges Hochziehen des Hinterbeins oder ein auffälliger Gang. Manche Hunde zeigen nur gelegentliche Beschwerden, während andere dauerhaft Probleme beim Laufen haben.
In vielen Fällen handelt es sich um eine angeborene Fehlstellung des Kniegelenks. Die Kniescheibe sitzt dabei nicht stabil in der vorgesehenen Gleitrinne und kann leicht nach innen oder außen herausspringen. Seltener entsteht eine Patellaluxation durch einen Unfall oder eine Verletzung.
Tierärzte unterscheiden meist vier Schweregrade. Während leichte Formen manchmal ohne Operation behandelt werden können, ist bei stärkeren Ausprägungen häufig ein chirurgischer Eingriff notwendig.
Die Behandlungskosten hängen stark vom Schweregrad der Erkrankung ab. Zu den Kosten zählen unter anderem:
Eine Operation kann je nach Klinik, Methode und Umfang der Behandlung schnell zwischen etwa 1.500 und 4.000 Euro kosten.
Viele Hundekrankenversicherungen oder Hunde-OP-Versicherungen übernehmen die Kosten für eine medizinisch notwendige Operation bei Patellaluxation. Voraussetzung ist in der Regel, dass die Erkrankung erst nach Abschluss der Versicherung auftritt und keine bekannte Vorerkrankung vorliegt.
Auch Diagnostik, Operation, Medikamente und Nachbehandlungen können je nach Tarif teilweise oder vollständig erstattet werden.
Die Hundeversicherung der HanseMerkur übernimmt grundsätzlich die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen und Operationen. Dazu gehören auch orthopädische Eingriffe am Bewegungsapparat wie eine Operation wegen Patellaluxation.
Die genaue Erstattung hängt jedoch vom gewählten Tarif und möglichen Leistungsgrenzen ab. In vielen Tarifen werden unter anderem übernommen:
Die Abrechnung erfolgt üblicherweise nach der Gebührenordnung für Tierärzte bis zu einem bestimmten GOT-Satz.
Eine Kostenübernahme ist meist ausgeschlossen, wenn die Patellaluxation bereits vor Versicherungsbeginn bekannt war oder während einer Wartezeit diagnostiziert wird.
Eine Patellaluxation kann für Hunde schmerzhaft sein und häufig eine Operation erforderlich machen. Da die Behandlung mehrere tausend Euro kosten kann, kann eine passende Hundekrankenversicherung oder Hunde-OP-Versicherung eine wichtige finanzielle Absicherung darstellen. Wichtig ist, den Versicherungsschutz möglichst früh abzuschließen, solange der Hund noch gesund ist.

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